Demenz

Demenz verändert das Leben schrittweise. Gedächtnis, Orientierung und Selbstständigkeit lassen nach. Für Betroffene und Angehörige ist das belastend und oft schwer einzuordnen. Die häufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimer-Erkrankung.

Lange Zeit gab es nur wenige Möglichkeiten, den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu beeinflussen. In den letzten Jahren haben sich jedoch neue Therapieansätze entwickelt: Dazu zählen u.A. sogenannte Anti-Amyloid-Antikörper. Sie richten sich gezielt gegen einen zentralen Krankheitsmechanismus der Alzheimer-Erkrankung und können das Fortschreiten der Erkrankung bei geeigneten Patientinnen und Patienten verlangsamen.

Was bei Alzheimer im Gehirn passiert

Bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich bestimmte Eiweiße im Gehirn ab, vor allem Beta-Amyloid. Diese Ablagerungen stören die Kommunikation zwischen Nervenzellen und tragen zum fortschreitenden Abbau geistiger Fähigkeiten bei.

Anti-Amyloid-Antikörper setzen genau hier an. Sie erkennen diese Ablagerungen und können dazu beitragen, sie zu reduzieren und ihre Neubildung zu bremsen. Damit greifen sie direkt in den Krankheitsprozess ein.

Neue Medikamente bei Alzheimer-Demenz

Inzwischen stehen zwei Medikamente zur Verfügung, die diesen Ansatz verfolgen: Lecanemab (Leqembi) und Donanemab (Kisunla).

Studien zeigen, dass beide Wirkstoffe die Amyloid-Ablagerungen im Gehirn verringern können. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten lässt sich dadurch der Verlauf der Alzheimer-Erkrankung verlangsamen. Eine Heilung ist durch die Medikamente nicht möglich, wohl aber ein Aufschub weiterer Verschlechterungen.

Für wen diese Therapie infrage kommt

Diese Behandlung eignet sich nicht für alle Menschen mit Demenz. Sie kommt vor allem bei einer Alzheimer-Erkrankung im frühen Stadium infrage. Ob eine solche Therapie für Sie oder Ihre Angehörigen sinnvoll ist, lässt sich nur nach einer genauen neurologischen Untersuchung beurteilen.

Dabei kläre ich unter anderem:

  • wie ausgeprägt die bereits vorhandenen kognitiven Einschränkungen sind
  • ob medizinische Gründe gegen diese Therapie sprechen
  • Welche weiterführenden Abklärungen sinnvoll sind

Die genaue Abklärung umfasst:

  • ein ausführliches Gespräch zum Verlauf der Beschwerden
  • eine neurologische Untersuchung
  • neuropsychologische Tests zur Beurteilung der geistigen Leistungsfähigkeit

Diese Schritte helfen, die Demenzform zu bestimmen und realistisch abzuschätzen, ob eine Therapie mit Anti-Amyloid-Antikörpern für Sie infrage kommt.

Weiteres Vorgehen

Wenn die Voraussetzungen passen, erfolgt eine Überweisung an eine spezialisierte Behandlungseinrichtung. Dort findet Ihre Behandlung mit Anti-Amyloid-Antikörpern statt und wird engmaschig überwacht. Die Therapie selbst erfolgt nicht in meiner Ordination.

Lassen Sie Ihre Beschwerden neurologisch abklären

Wenn Beschwerden länger bestehen oder immer wieder auftreten, hilft eine neurologische Abklärung oft weiter. In meiner Praxis nehme ich mir Zeit für Ihr Anliegen, höre genau zu und ordne Ihre Symptome fachlich ein. Gemeinsam besprechen wir, was sinnvoll ist und wie es weitergehen kann.

Urlaub

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Ordination Dr. Bachrich ist von 28.08.2026 – 06.09.2026 auf Urlaub.
Ab Montag dem 07.09.2026 sind wir wieder für Sie da.

Telefonisch sind wir während dem Urlaub nur für Terminvereinbarungen erreichbar.
Untersuchungstermine können auch rund um die Uhr über unseren Online-Terminkalender vereinbart werden.

Schöne Grüße,
Ihre Ordination Dr. Bachrich